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Grabsteinkultur & Grabsteine

Geschichte von Grabsteinen, Grabmalen bzw. Grabplatten in Deutschland: Eine tief verwurzelte Tradition

Die Geschichte der Grabsteine bzw. von Grabmalen in Deutschland ist eine reiche und vielf√§ltige, tief verwurzelte Kultur, die verschiedene historische Perioden und kulturelle Einfl√ľsse widerspiegelt.

Von den Anfängen bis zur Renaissance: Der Anfang der deutschen Grabsteinkultur bzw. Bestattungskultur

Die erste Form von Grabsteinen (Grabsteine kaufen) bzw. Grabplatten (Grabsteine Buch, Grabsteine Herz, Grabsteine Engel) in Deutschland l√§sst sich bis ins Fr√ľhmittelalter zur√ľckverfolgen. Die Grabplatten waren oft mit rudiment√§ren Symbolen und manchmal Inschriften versehen. In der sp√§ten Mittelalter- und Renaissance-Epoche wurden Grabsteine kunstvoller und individueller, oft mit ganzfigurigen Portr√§ts des Verstorbenen.¬†

19. und 20. Jahrhundert: Fortschritte in der Grabsteinkunst

Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Grabsteinkultur in Deutschland noch komplexer und personalisierter. Hochwertige Materialien wie Marmor und Granit (Grabsteine Granit) wurden häufig verwendet, und das Konzept des Familiengrabsteins wurde populär.

Ein Familiengrabstein, manchmal auch als Familiengrabmal bezeichnet, ist ein Grabstein bzw. Grabmal, der/ das zur Kennzeichnung eines Familiengrabes dient. Familiengr√§ber sind Gr√§ber, in denen mehrere Mitglieder derselben Familie beigesetzt werden. Der Familiengrabstein tr√§gt oft die Namen und Lebensdaten aller Personen, die dort beigesetzt sind. Manchmal werden auch kurze Inschriften, Zitate oder Symbole hinzugef√ľgt, die eine bestimmte Bedeutung f√ľr die Familie haben oder die Pers√∂nlichkeit der Verstorbenen repr√§sentieren. Familiengrabsteine k√∂nnen in vielen verschiedenen Stilen und aus vielen verschiedenen Materialien gefertigt werden, √§hnlich wie individuelle Grabsteine. Sie sind jedoch oft gr√∂√üer und beeindruckender, da sie dazu dienen, die Erinnerung an mehrere Personen zu bewahren.

Bild: Familiengrabstein (Johann Jaritz)
Beispiel f√ľr einen Familiengrabstein

Der Hauptvorteil eines Familiengrabsteins besteht darin, dass er ein zentrales Denkmal f√ľr mehrere Mitglieder einer Familie bietet. Er kann eine tiefgreifende Verbindung zwischen den Generationen herstellen und bietet einen Ort, an dem die Familie zusammenkommen kann, um ihrer Lieben zu gedenken. Es ist auch wichtig zu beachten, dass der Kauf eines Familiengrabsteins und die Pflege eines Familiengrabes auch finanzielle und praktische √úberlegungen mit sich bringt. Es ist daher ratsam, sich √ľber die lokalen Bestattungsvorschriften und die damit verbundenen Kosten zu informieren.

Es gibt viele Alternativen zu traditionellen Familiengrabsteinen, die je nach pers√∂nlichen Vorlieben, kulturellen √úberzeugungen, √∂kologischen Bedenken oder einfach aus praktischen Gr√ľnden in Betracht gezogen werden k√∂nnen. Hier sind einige Beispiele:

  1. Einzelgrabsteine: Anstatt einen gro√üen Familiengrabstein zu haben, k√∂nnen Familien einzelne Grabsteine f√ľr jedes Mitglied w√§hlen. Dies erm√∂glicht eine individuellere Gestaltung und kann helfen, die Pers√∂nlichkeit des Verstorbenen st√§rker zum Ausdruck zu bringen.
  2. Gedenktafeln: Gedenktafeln sind kleinere, oft flache Markierungen, die in den Boden eingelassen oder auf eine Wand montiert werden können. Sie sind eine diskretere Alternative zu traditionellen Grabsteinen und können insbesondere in Friedhöfen mit Platzbeschränkungen bevorzugt werden.
  3. Baumbestattungen: Bei einer Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen in die Erde eingegraben und ein Baum darauf gepflanzt. Dies kann anstelle eines Grabsteins dienen und bietet eine umweltfreundliche Alternative.
  4. Gedenkbänke oder -skulpturen: Anstelle eines traditionellen Grabsteins können Familien eine Gedenkbank oder -skulptur wählen. Diese dienen als bleibende Denkmäler und können in öffentlichen Parks oder anderen Bereichen aufgestellt werden, die dem Verstorbenen besonders am Herzen lagen.
  5. Virtuelle Denkm√§ler: Im digitalen Zeitalter k√∂nnen Menschen auch virtuelle Denkm√§ler f√ľr ihre Lieben erstellen. Diese k√∂nnen in Form von Websites, Social-Media-Seiten oder sogar virtuellen Friedh√∂fen existieren.
  6. Gemeinschaftsgrabst√§tten: In einigen Gemeinden oder Institutionen gibt es gemeinschaftliche Grabst√§tten, in denen mehrere Personen beigesetzt und gemeinsam geehrt werden. Diese k√∂nnen eine weniger kostspielige Option sein und f√∂rdern ein Gef√ľhl der Gemeinschaft und Verbundenheit.

Bild: Baumbestattung (Roman Deckert)
Friedwald in Fredensborg, Dänemark

Die moderne √Ąra: Individuelle und umweltfreundliche Optionen

Heute spiegeln Grabsteine in Deutschland oft die Persönlichkeit und die Vorlieben des Verstorbenen wider. Sie können aus einer Vielzahl von Materialien bestehen, einschließlich Stein, Metall und sogar Glas. Mit der steigenden Beliebtheit von umweltfreundlichen Grabsteinen, die biologisch abbaubar sind, entwickelt sich die Grabsteinkultur weiter.

Die deutsche Grabsteinkultur bringt den Respekt und die Wertsch√§tzung f√ľr die Verstorbenen zum Ausdruck. Mit einer langen und reichen Geschichte ist sie tief in der deutschen Kultur verwurzelt.

Ber√ľhmte und Historisch Bedeutende Grabsteine in Deutschland

In Deutschland finden sich viele ber√ľhmte und historisch bedeutende Grabsteine, Grabmale bzw. Grabplatten. Hier sind einige bemerkenswerte Beispiele. Beachte bitte, dass der Besuch dieser und anderer Grabst√§tten Einschr√§nkungen unterliegen kann, aus Respekt vor den Verstorbenen und ihren Familien.

  • Grabmal von Beethoven und Schubert (Wiener Zentralfriedhof, Wien)
    Die Grabmäler von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert auf dem Wiener Zentralfriedhof sind bemerkenswert und oft besucht.
  • Karl Marx (Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde, Berlin)
    Ein Denkmal ehrt den bekannten Philosophen und Wirtschaftswissenschaftler Karl Marx in Berlin.
  • Grimm-Br√ľder (Alter St.-Matth√§us-Kirchhof, Berlin)
    Die M√§rchensammler-Br√ľder Jacob und Wilhelm Grimm sind auf dem Alten St.-Matth√§us-Kirchhof in Berlin begraben.
  • Johannes Brahms (Wiener Zentralfriedhof, Wien)
    Auch der ber√ľhmte Komponist Johannes Brahms ist auf dem Wiener Zentralfriedhof begraben.
  • Die Grabkapelle auf dem W√ľrttemberg (Stuttgart)
    Die prachtvolle Kapelle, errichtet von K√∂nig Wilhelm I. von W√ľrttemberg als ewige Ruhest√§tte f√ľr seine Frau, K√∂nigin Katharina.
  • KZ-Gedenkst√§tte Dachau (Dachau)
    Die Gedenkstätte Dachau, die an die Opfer des Konzentrationslagers Dachau erinnert, ist ein bewegender Ort des Gedenkens.